Autofahren, ein Spaß für Spekulanten?
Gestern nötigte mich auf dem Weg zur Arbeit mal wieder die Tankanzeige meines Autos eine Verkaufsstelle für Mineralölerzeugnisse aka Tankstelle aufzusuchen. Den Preis pro Liter Super fand ich mit 1,389€ ganz akzeptabel, lag er doch in den Tagen zuvor eher bei 1,45€. Doch als ich dann den Kassenraum betrat, war der Tankwart gerade dabei den Preis auf 1,429€, also um satte 4 Cent, zu erhöhen. An diese starken Preissprünge werde ich mich vermutlich nie gewöhnen, schließlich habe ich in einer Zeit mit dem Autofahren begonnen, als die Preisänderungen in Schritten von einzelnen Pfennigen erfolgten.
Als ich dann auf dem Heimweg wieder an der Tankstelle vorbei kam, lag der Preis wieder bei 1,389€.
Diese Schwankungen an einem Tag, aber auch mal von einem Tag zum nächsten, nerven mich extrem. Mag ja sein, dass es Autofahrer gibt, die Spaß daran finden, jeden Tag zu spekulieren, ob es nun günstiger ist heute zu tanken oder es doch auf morgen zu verschieben. Aber die haben bestimmt auch T-Aktien auf der Bank und verfolgen täglich die Kursentwicklung.
Für mich ist diese Zockerei an der Zapfsäule oder Börse nichts. Ich spiele ja auch nicht Poker oder Roulette.
21. Mai 2010 um 14:22 Uhr
Mache ich auch nicht mehr. Gehen wir von 50 Litern in einem Tank aus und von “satten” 5 cent Preisunterschied. Sind das maximal 2,50 Euro pro Tankfüllung. Dafür Tage lang rumspekulieren? Wenn man sich das Spekulieren leisten kann, fährt man nicht so oft Auto, wieviel spart man da also schon… Und wer viel Auto fährt, hat keine Wahl und muss tanken, ohne auf den Preis zu schauen.
22. Mai 2010 um 12:12 Uhr
Wenn ich mich mal wieder über diese Preissprünge aufrege, rechne ich auch immer den Unterschied auf die Tankfüllung nach und danach ict die Aufregung auch wieder verklungen.
Es bleibt trotzdem nervig, dass die bisherigen Einflußgrößen auf den Preis (Rohölpreis, Dollarkurs,…) scheinbar aufgehoben sind.