Etikettenschwindel

Wenn sich ein Geschäftsmann, der z.B. ein Reisbüro betreibt, sich z.B. als Griechenland-Spezialist” bezeichnet, kann man annehmen, dass er sich auf dem Gebiet der Reisen nach Griechenland besonders gut auskennt. Wäre das nicht so, bekäme er sicher irgendwann Post von der Verbraucherzentrale, die ihn auf diesen Etikettenschwindel hinweisen und mit Nachdruck auf Änderung dieser Bezeichnung drängen würde.

Wie ist es denn nun mit politischen Parteien? Kann man davon ausgehen, dass eine selbsternannte “Baden-Württemberg-Partei” sich im Land auch richtig gut auskennt? Die Mindestanforderung ist auf jeden Fall die Plätze und Straßen in grösseren Städten wo man auch mal eine Kanzler-Kandidatin auftreten lassen möchte korrekt benennen zu können.

Wie ich heute aber auf der Homepage des politischen Wettbewerbers entdecken durfte, ist diese Erwartung etwas zu hoch gegriffen.
Etikettenschwindel

Liebe Politikerinnen und Politiker von der baden-württembergischen CDU, der “Platz am Münster” in Ulm (mit 120.107 Einwohnern nicht gerade klein) heisst “Münsterplatz” und steht mit dem Namen auch so in jedem Stadtplan. Wenn Ihre sonstigen Kenntnisse zum Leben im Land ähnlich gut ausgeprägt sind, wie die Kenntnisse der Geografie, dann ist die Bezeichnung “Baden-Württemberg-Partei” ein Etikettenschwindel oder eine Irreführung der Wähler.


2 Kommentare zu “Etikettenschwindel”

  • quadrat schrieb:

    Hihi…
    Normalerweise würde ich ja sagen: unwichtiger Kram.
    Aber wer mit hochtrabenden Selbstbezeichnungen um sich wirft und diese dann nicht erfüllt braucht sich über den Spott nicht wundern. Und den kriegen sie…zumindest von mir *g*

  • Raven schrieb:

    Da das ist mal ein Blogeintrag, den ich unterschreiben kann. Hab das auf der Website auch gesehen und den Kopf geschüttelt, aber für einen Eintrag in mein Blog hatte ich es dann leider zu schnell wieder vergessen. ;)

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