Dez 22 2005

Deutschland sucht den Suberbubi

Nachdem gestern die 5 männlichen Kandidaten für die “Mottoshows” (was immer das ist) bei “Deutschland sucht den Superstar” gewählt wurden, kann ich mir diesen Titel nicht verkneifen.

Dieses Milchgesicht, der als letzter weiterkam, hatte nach meiner Meinung den schlechtesten Auftritt aller Kandidaten. Keine Stimme, kein Auftreten und auf keinen Fall das Nervenkostüm für diese Art von Veranstaltung. Stefan, so heisst der Knabe wohl (muss man sich sicher nicht merken), weckte bei der Jury so etwas wie Mutter- bzw. Beschützerinstinkte. Ist zwar bei D. Bohlen schwer vorstellbar, war aber so.

Aus lokalpatriotischer Sicht finde ich es richtig sch…..ade, dass wegen diesem Bubi unser Didi Knoblauch ausgeschieden ist. Didi hat einfach eine tolle Stimme. Er hat mich so überzeugt, dass sogar ich, der bei solchen Sendungen nie anruft, ein paarmal die Wahlwiederholungstaste gedrückt habe. Hat leider nicht gereicht.


Dez 8 2005

Weihnachten all over

Wem das alltägliche Radio-Programm mit den häufiger werdenden Weihnachtsliedern noch nicht reicht, kann sich auf der Web-Site von SWR3 den Overkill an Weihnachtsliedern geben. Das ganze nennt sich ” SWR3 Weihnachts-Channel” und versteckt sich unter den Webchannels.

In der Playlist finden sich alle nervendenliebgewonnenen Weihnachtslieder von Wham (Last Christmas) über Band Aid (Do they know it’s Christmas) bis zu Winter Wonderland. Lieder wie “Fairy Tale of New York” von den Pogues, “The Power Of Love” von Frankie Goes To Hollywood oder der “Weihnachtsmann vom Dach” der Roten Rosen sorgen dann wieder für eine Reduzierung des Schnulzfaktors.

Nummer 1 der Playlist ist übrigends “Happy X-Mas von John Lennon”. Anlass genug daran zu erinnern, dass er heute vor 25 Jahren von einem durchgeknallten Arschloch erschossen wurde.


Nov 26 2005

Ungewohnt

Es gibt Formulierungen, an die kann ich mich nur sehr schwer gwöhnen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich überhaupt nicht daran gewöhnen will.

Ein Beispiel gab es heute morgen, als ich im Radio die Nachrichten gehört habe. Jedesmal wenn die Sprecherin von

“Bundeskanzlerin Merkel”

gesprochen hat, zuckte ich innerlich zusammen.

Rational betrachtet ist sie ja die Kanzlerin der grossen Koalition (oder schreibt man jetzt Grossen Koalition?), und da mischen ja die Minister “meiner Partei” auch mit.

Vielleicht dauert es nur länger mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass jemand aus der Union die Richtlinienkompetenz nach §65 GG hat.


Nov 21 2005

Singen geht irgendwie anders

Wie der geneigte Leser aus diesem Beitrag entnehmen konnte, war ich kürzlich mal einige Tage krank ans Bett gefesselt. Und was tut man(n) da? Er verzeiht sich mit einer warmen Decke, einer Thermoskanne tee und sonstigen in solchen Fällen nützlichen Dingen auf’s Sofa und legt sich die Fernbedienung des TV-Geräts in Reichweite.

Da ich absulut kein Fan von Gerichtssendungen bin, habe ich mich Nachmittags meistens von VIVA oder MTV berieseln lassen. Dabei ist mir etwas seltsames aufgefallen.

Es gibt da eine sogenannte Band, die sich nach einer japanischen Absteige Tokio Hotel nennt. Was der Frontmann oder besser Front-Junge da von sich gibt, lässt sich jedoch schwerlich als Gesang bezeichnen. Nach der Häufigkeit mit der diese Teenie-Gruppe (sind die eigentlich gecastet?) mein Gehör starpazierte, zu urteilen, sind die Jungs gerade sehr angesagt.

Ich kann das ja wegen dem bemühten Gekrächze des “Sängers” ja schlecht nachvollziehen und für das Outfit bin ich auch schon ein paar Jahre der Zielgruppe entwachsen. Aber ob man sich Dreadlocks verpasst oder sich wie aus einem Manga-Comic entprungen stylt, was soll’s. In meiner Jugend hat man sich die Haare grün gefärbt um sich vom Mainstream abzuheben. Nur habe ich bei Tokio Hotel jetzt eher den Eindruck, als würden sie zum Mainstream gehören.

Beim Popkulturjunkie.de habe ich einen lesenswerten Artikel zum Phänomen Tokio Hotel gefunden. DA erfährt man ein wenig zu den Hintergründen. Mein Vorschlag: Artikel lesen und Tokio Hotel nicht hören.


Okt 5 2005

Melissa Etheridge meets Norah Jones, oder so

In Ermangelung einer störungsfrei empfangbaren Alternative lasse ich mich morgens vom lokalen Privatsender im Radiowecker aus dem Schlaf reissen. Neben dem üblichen Charts-Gedudel fiel mir da in den letzten Wochen immer mal wieder positiv ein melodischer Bluesrocktitel auf. Also raus aus dem Bett, Computer angeschmissen und auf der Sender-Website nach dem Namen der Sängerin geforscht.

Beim nächsten Besuch im Elektronik-Kaufhaus habe ich dann die ganze CD von KT Tunstall mit dem Titel “Eye To The Telescope” gekauft. Es hat sich wirklich gelohnt. “Black Horse And The Cherry Tree”, wegen dem ich das Album erstanden habe, erinnert mich tatsächlich an Songs von Melissa Etheridge.

Andere Titel wie z.B. “Under the Weather” oder “Other Side Of The World” erinnern mehr an Norah Jones oder Dido. Auf jeden Fall hat KT (Kate) Tunstall aus Schottland eine tolle Stimme, die z.B. bei “Stoppin’ The Love” sehr gut zur Geltung kommt.

Ich kann nur empfehlen mal auf der Homepage von KT vorbeizusurfen. Unter “Album” kann man in die Titel des Albums hineinhören und sich auch eines der Videos anschauen. Es lohnt sich, besonders das Live-Video vom schwarzen Pferd ist sehenswert. Auch die Entstehungsgeschichte des Albumtitels wird auf der Homepage erklärt.
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