Give peace a chance

Two, one two three four
Ev’rybody’s talking about
Bagism, Shagism, Dragism, Madism, Ragism, Tagism
This-ism, that-ism, is-m, is-m, is-m.
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

Zur Erinnerung an den weltweiten Aktionstag gegen den Irakkrieg am 15. Februar 2003. An diesem Samstag vor 2 Jahren gingen weltweit über 11 Millionen Menschen auf die Strasse, um gegen den damals noch drohenden völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf den Irak zu demonstrieren.
Auch hier auf dem Land in Illerkirchberg wurde demonstriert.
Die Idee entstand am Freitag in der Woche vorher, nachdem ich mit meiner Ortsvereinsvorsitzenden Annemarie Saier die Jahreshauptversammlung vorbeitet hatte.
Wir diskutierten im Anschluss über die Friedensdemo in Ulm in der Woche vorher und über die möglichen Gründe für den Krieg. Irgendwann fiel der Satz “Man sollte etwas tun”. Nach der Antwort “Warum tun wir denn nichts?”, waren wir schnell in der Planung für eine eigene Demonstration.

Demonstrationsaufruf


Der Tag war mit dem 15.2. schnell festgelegt. Wir waren uns auch einig, dass ein Demonstrationsaufruf durch die SPD sicher wenig Erfolg haben würde. Wir brauchten Unterstützung aus allen Bevölkerungsgruppen.
Den Samstag und auch Sonntag verbrachten wir überwiegend am Telefon um Unterzeichner für den Aufruf und auch Redner zu überzeugen. Soviele offene Türen wie an diesem Wochenende habe ich seitdem nie wieder eingerannt.

Annemarie Saier
Annemarie Saier vor dem “Abmarsch”

Die Liste der Unterstützer las sich anschliessend wie das Who-is-Who unserer Gemeinde. Von der evangelischen Pfarrerin (der katholische Pfarrer war urlaubsbedingt nicht zu erreichen) über die Kirchengemeinderäte beider Konfessionen, die Vorsitzenden aller(!) Gemeinderatsfraktionen, die Vorsitzenden der grossen Vereine bis hin zum Bürgermeister.

Bürgermeister Lotter
Bürgermeister Lotter bei der Abschlusskundgebung

Über den Partnerschaftsverein konnten wir auch die Bürger unserer französischen Partnergemeinde Brives-Charensac zu Mitdemonstrieren (in Le Puy) bewegen.

Die Vorbereitung war durch die Kürze der zeit etwas erschwert. Dadurch kam es leider auch zu einem Fehler im Zeitablauf.

Friedensmarsch
Friedensmarsch
Friedensmarsch

Um beide Ortsteile gleichermassen einzubinden, war vorgesehen vom Platz vor der Kirche in Unterkirchberg zum Schlossplatz in Oberkirchberg zu marschieren. Dort fand dann auch die Abschlusskundgebung statt.

Kundgebung
Dr. Uwe Beck bei seiner Rede

Kundgebung

Als Besonderheit hatten wir mit Helium gefüllte Luftballons organisiert. Jeder Demonstrationsteilnehmer konnte einen Zettel mit einem Wunsch beschriften. Zum Abschluss der Demonstration gab es dann einen Ballonstart.

Friedensballons

Es ist erstaunlich, wieviele Behörden und Dienststellen an der Genehmigung solch einer Demonstration beteiligt sind. So musste die Aktion mit den Luftballons sogar vom Regierungspräsidium genehmigt werden.

Alle Behörden, besonders die örtlichen, haben uns engagiert unterstützt. Aber ohne den herausragenden Einsatz von Annemarie Saier wäre die Demonstration im Planungsstadium hängen geblieben. Sie hat die ganzen Genehmigungen besorgt und den Einsatz von Polizei und Feuerwehr zur Strassensperrung koordiniert. Mein Part beschränkte sich auf das Technische. D.h. ich habe das Plakat an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und für die Beschallung gesorgt.

Kundgebung

Am 15.2. war es sehr sonnig, aber auch sehr kalt. Deshalb wurde auch etwas schneller marschiert als wir vorgesehen und geplant hatten. Die Folge war, dass etwa 150 Demonstranten eine halbe Stunde früher als geplant auf dem kalten Schlossplatz standen und auf die Ansprachen warteten. Um ein Auseinderlaufen der Versammlung zu verhindern, begannen die Redner entsprechend früher. Leider haben dadurch ca. 50-100 weitere Bürger, die zur Kundgebung dabei sein wollten diese verpasst.

Bürgermeister Lotter und Dr. Uwe Beck brachten in ihren Reden die allgemeine Stimmung sehr gut zum Ausdruck.

Friedensballons

Alles in Allem war es für mich eine der herausragenden Veranstaltung in meiner Heimattgemeinde in den letzten 10 Jahren.
Es war etwas seltsam nicht gegen die Regierung zu demonstrieren, sondern für das gleiche Ziel zu kämpfen. Das war aber gut so und so sollte es auch bleiben.


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