Kaum geschenkt, schon bei ebay
Nach einer Meldung bei tagesschau.de erwarten die Anbieter von Internet-Auktionen zu Weihnachten besonders viele neue Angebote.
Glaubt man den Aussagen, werden auch dieses Jahr schon am Heiligabend Bücher im Sekundentakt eingestellt werden. Auch andere gut gemeinte aber leicht danebenliegende Geschenke werden möglichst schnell an den Höchstbietenden verscherbelt.
Wo sind nur die Zeiten geblieben, als man die geschenkte Vase hinten im Schrank versteckte, um sie dann zum Besuch der Schenkenden extra auf dem Kaffeetisch zu stellen?
Andererseits spricht ja auch nichts dagegen Bücher, die man selbst schon hat, weiterzuverkaufen. Aber schnell zwischen Bescherung und Christmette die Geschenke bei ebay einzustellen ist mir dann doch etwas zu materialistisch.
Zudem können sich nicht alle so ungewollter Geben entledigen. Für die beschenkten Väter dürfte bedauerlich sein, dass sich im Internet noch kein Markt für die klassischen SOS-Geschenke der Kinder (Schlips, Oberhemd, Socken) gebildet hat. Da bleibt vermutlich nur die Alternative das Zeugs selbst anzuziehen.
Wobei Kleidungsgeschenke ja nicht grundsätzlich abzulehnen sind. Wer, wie ich, das Glück hat eine Schenkerin zu haben, die den eigenen Geschmack trifft, ist fein raus. Gerade Pullover habe ich schon mehrfach wieder ins Fach zurückgelegt, weil ich mich nicht zu die Ausgabe (“was denn, xx Euro für das bisschen Wolle?”) entschliessen konnte. Da kommen die schwäbischen Gene zum Tragen
Da ist es dann praktisch solche Kleidungsstücke unter dem Baum zu finden.