Lange nichts mehr gebloggt

Mit Erschrecken stelle ich fest, dass der letzte ernsthafte Blogbeitrag vor über einem Jahr erschienen ist. War mein Leben seitdem so langweilig, dass es nichts zu berichten gab?

Im Gegenteil. Gäbe es doch gerade aus dem beruflichen Umfeld einiges über die Veränderungen, die sich da in den letzten zwei Jahren ergeben haben zu berichten. Allerdings hatte ich mich zu Beginn dieses Weblogs dazu entschlossen das Berufliche aussen vor zu lassen.

Von diesem Grundsatz möchte nun ein wenig abrücken, damit die Veränderungen in den Themen, mit denen ich mich in nächster Zeit hier beschäftigen werde, etwas nachvollziehbarer werden.

Hier also die Kurzfassung: Zu Beginn des Jahres 2006 wurde den Kollegen und mir mitgeteilt, dass die dänische Konzernmutter beschlossen habe, die Entwicklungstätigkeiten an einem Standort zu konzentrieren. Und dieser Standort war nicht Bellenberg sondern wenig überraschend Hadsund in Dänemark. Der Zeitplan der Schließung war so angelegt, dass die begonnenen Projekte abgeschlossen werden konnten. Bei den neueren Projekten wurde die Zusammenarbeit mit den dänischen Kollegen intensiviert. Das führte für mich dazu, dass ich mehrfach nach Nordjütland fliegen durfte, auch um die Kollegen zu befähigen zukünftig meine Arbeit zu machen. Ein etwas seltsames Gefühl, wie ich zugeben muss.

Im Frühjahr 2007 stand ich dann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, wie das immer so schön in der Umschreibung heisst. Und musste feststellen, dass es entgegen der damals vorherrschenden Meldungen (Stichwort Fachkräftemangel) für einen Ingenieur mit Berufserfahrung gar nicht so einfach ist eine angemessen Stelle zu finden. Die meisten Stellen, die z.B. von der Agentur für Arbeit vorgeschlagen wurden, waren, sofern sie überhaupt zur Ausbildung passten, schlecht bezahlte Zeitarbeitsstellen.

So dauerte es bis zum Herbst, bis ein alter Kontakt zu einem privaten Personalvermittler zu einem Vorstellungsgespräch bei einem namhaften Autositzhersteller führte. Nach einem weiteren Gespräch am Standort der Kindersitzsparte des Unternehmens im oberfränkischen Marktleugast konnte ich eine Woche später schon meine Tätigkeit als Leiter der Kindersitzentwicklung aufnehmen.

Da dazu auch die Personalverantwortung für das Entwicklungsteam gehört, gab und gibt es viel zu lernen und Dinge zu tun, mit denen ich bisher nichts zu tun hatte. Da blieb leider keine Zeit für das Bloggen übrig. Einige meiner Ehrenämter konnte ich auch nicht fortführen, weil es einfach zeitlich nicht mehr machbar war.
Langsam spielt sich alles ein, durch meine Zweitwohnung in Kulmbach muss ich nicht mehr jedes Wochenende pendeln, da bleibt auch Zeit für die Hobbies.

Wobei mir da das Fotografieren zur Zeit das liebste und wichtigste ist. Das bedeutet für das Blog hier mehr fotografische und weniger politische Themen. Und auch in Zukunft keine Berichte aus dem Arbeitsleben.


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