Muß jetzt Franz M. auch gehen?

Auch wenn ich in der Vergangenheit so meine Probleme mit dem einen oder anderen Äußerung des Vorsitzenden meiner Partei hatte, so muss ich ihm bei seiner Aussage gegenüber dem Spiegel zustimmen.

Dieses Jahr feiern wir 20 Jahre Mauerfall, da wird es langsam wirklich Zeit, bei den Linken, zumindestens dem pragmatischen Teil, genauer hinzuschauen, ob man vor Ort und in den Ländern mit ihnen im Sinne einer sozialen und demokratischen Politik für die Menschen zusammen arbeiten kann.

Was Franz Müntefering dabei nicht sagt, ist natürlich, dass ein grundsätzliches Ausschliessen der Zusammenarbeit der SPD nicht nützen wird. Die einzigen Profiiteure einer solchen Politik sitzen im schwarz-gelben Lager. Und von da kann man in den anstehenden Wahlkämpfen sicher die x-te Wiederauflage von Pastor Hintzes Rote-Socken-Kampagne erwarten. War noch nie besonders originell und wird es durch ständig Wiederkäuen auch nicht.

Innerparteilich bewegt sich Franz Müntefering mit diesern Aussagen auf dünnerem Eis. Das kann ihm sicher sein Amtsvorgänger bestätigen. Schliesslich führte die Freigabe der Gesprächsaufnahme mit den Linken für Andrea Ypsilanti letztendlich zum Rücktritt von Kurt Beck.


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