Nachwuchs

Jede Partei, die was auf sich hält, hat eine Jugendorganisation. Dort kann der politische Nachwuchs schon mal lernen, wie denn Politik und eine Partei funktioniert. Wer sich dort durchsetzt hat später durchaus auch die Möglichkeit Bundeskanzler zu werden. Gerhard Schröder war z.B. in “grauer Vorzeit” auch schon Vorsitzender der Jusos.
Die Jusos fallen schon mal mit Forderungen auf, die, sagen wir mal nicht ganz der Mehrheitsmeinung in der Partei entsprechen.
Bei den Kameraden von der Jungen Union sieht das manchmal anders aus. Da wird schon mal geübt, Politik wie in Bayern zu machen. Mit Angriffen auf einzelne Bevölkerungsgruppen (Missfelder vs. Senioren) oder mit verunglückten Versuchen, Humor in die Politik zu bringen.
Da haben die Jungunionisten mit ihrer Aktion sogenannte “Ballastpakete” an den SSW zu schicken, genauso ins Klo gegriffen, wie damals Laurenz Meyer mit seinem Fandungsplakat. Man könnte fast meinen, die machen den Müll selber, den sie da verschicken wollten.

In NRW versucht die Junge Union der Vorgabe ihres Spitzenkandidaten Jürgen “Rolle-rückwärts” Rüttgers gerecht zu werden und Nordrhein-Westfalen bayrischer zu machen.
In Bottrop eifert die dortige Junge Union ihren Münchener Kameraden nach und kauft sich Mitglieder ein. So wird von dort berichtet, dass versucht wurde Jusos mit Mobiltelefonen zum Überlaufen zu bewegen. Man kann das ja auch als Versuch werten, junge Politikinteressierte zur passenden Organisation zu bringen. Wer für Bestechungsversuche anfällig ist, passiv oder aktiv, passt sowieso nicht zur SPD.
Wenn sich dieser schlechte Stil einbürgern sollte , sehe ich eher schwarz für die Zukunft unserer Demokratie. Wenn also nicht die besseren Ideen, sondern die besseren Bestechungsmittel entscheiden.
Der Websozi Walter S. aus der Perle des Sauerlandes hat das Verhalten der Bottroper Jung-Schwarzen sehr passend illustriert.

JU in Hameln


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