Jul 14 2010

Nicht nur Schwarz-Weiß

Letztes Jahr hatte ich ja schon einmal über die vermeintlichen Vorteile des Fachhandels vor Ort gegenüber dem (Internet-)Versandhandel geschrieben. Diese Frage wird ja in Internetforen gerne auf nur zwei Standpunkte verkürzt.

Standpunkt 1: Wer nicht im Internet kauft ist doof wirft Geld zum Fenster raus, weil man viel Geld sparen kann.
Standpunkt 2: Wer im Internet kauft ist am Niedergang des Einzelhandels und der Verödung der Innenstädte schuld.

Nun bin ich es aus meiner Heimatregion (in Ulm und um Ulm und um Ulm herum) gerade bei Fotofachgeschäften und Elektronikfachmärkten gewohnt, mehrere gut sortierte Geschäfte mit konkurrenzfähigen Preisen im näheren Umkreis (max. 15km von der Haustür entfernt) vorzufinden. Da kann man sich vor einem Kauf bequem zu Hause im Internet über das Pro und Kontra verschiedener Modelle (und das Preisniveau) informieren und anschließend im Einzelhandel direkt vergleichen. Und wenn der Preis stimmte, habe ich meistens auch gleich gekauft. Schließlich will ich ja nicht unnötig lange auf die Benutzung des neuen Techikspielzeugs warten.

Seitdem ich in Oberfranken wohne entwickle ich eine differenziertere Sichtweise auf das Thema Internet-Versandhandel. weiterlesen


Jul 6 2010

CD oder Download?

Katie Melua - The houseWie ich hier schon das eine oder andere Mal erwähnt habe, kaufe ich die Musik, die mir gefällt auch. Dabei bevorzuge ich eindeutig den Kauf einer CD. Auch wenn ich diese für den späteren Gebrauch im MP3-Player erst digitalisieren muss, ist es doch angenehm zum Musik Hören nur den CD-Player einzuschalten statt langwierig den Computer hochzufahren.

Ein weiterer Grund die CD zu bevorzugen ist das mitgelieferte Booklet mit den Texten. Darin lese ich ganz gerne während ich das Album zum ersten Mal anhöre. Das ist mir auch etwas wert.

Court Yard HoundsLagen zu Beginn der Musikverkäufe über das Internet die Preise für CD und Download gleichauf, geben die Musikanbieter heute einen Anteil der gesparten Produktions-, Druck-, Lager- und Transportkosten an den Kunden weiter. Bei Amazon liegt dieser Unterschied in der Regel bei etwa 3 Euro. Das war mir den Aufpreis bei der neuen CD von Katie Melua auch wert. 12,95€ statt 9,94€ für den Download ist auch in der Relation für mich noch in Ordnung.

Anders sah es da beim Album der Court Yard Hounds aus.Da lagen zwischen der CD für 17,99€ und dem MP3-Album für 9,43€ doch satte 8,56€. Das war mir dann doch etwas zu viel. Deshalb steht das Album der Schwestern Martie Maguire und Emily Robinson auch nur virtuell im Regal. Auch wenn es manchmal schön wäre die Lyrics der Songs nachlesen zu können.


Jun 25 2010

Gut, dass es nicht gegen Englandien geht

Die Spiele der Fußball-WM in Südafrika waren bisher überwiegend nicht unbedingt mitreisend. Auch die deutsche, also unsere, Nationalmannschaft hat nicht nur berauschende Fußballspiele abgeliefert. Wobei hier natürlich die Erwartungen und Ansprüche durch den überzeugenden Auftaktsieg gegen Australien gestiegen sind.

Nun geht es also am Samstag im Achtelfinale gegen das sogenannte Mutterland des Fußballs, England. Ein durchaus respektabler und ernstzunehmender Gegner. Den “wir” dennoch schlagen werden. Da bin ich aus verschiedenen Gründe zuversichtlich.

Sicher kennen auch die englischen Spieler den Spruch von Gary Lineker:

„Football is a simple game: 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win.“ („Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“)

Und werden diesen hoffentlich beherzigen ;-) . Spätestens in einem möglichen Elfmeterschießen werden sie sich an die Halbfinals der WM 1990 und der EM 1996 erinnern und entsprechend gehemmtvorbelastet am Elfmeterpunkt stehen.

Dazu kommt, dass die deutsche Nationalmannschaften in den KO-Runden der Weltmeisterschaften bisher nur an Mannschaften gescheitert sind, die aus Ländern kommen, die auf “ien” enden. Zweimal verlor man gegen Italien (1982 im Finale, 2006 im Halbfinale). Je einmal waren Argentinien (Finale 1986), Bulgarien (Viertelfinale 1994), Kroatien (Viertelfinale 1998) und Brasilien (Finale 2002) am Ende besser.

Diese Serie werden “Jogis Jungs” sicher nicht leichtfertig am Sonntag reißen lassen. An mangelnder Motivation und fehlendem Einsatz wird es sicher nicht liegen. Gehören doch Länderspiele gegen England (ohne “ien” am Ende) zur gleichen Kategorie wie Spiele gegen die Niederlande oder Schalke gegen Dortmund. Da besteht höchstens die Gefahr, dass die Spieler beider Seiten übermotiviert zu Werke gehen.

Ich freue mich auf ein spannendes und hoffentlich faires Achtelfinale am Sonntag. Mit einem Sieger Deutschland. Schließlich möchte ich nächste Woche nicht von meinen englischen Kollegen gehänselt werden.


Mai 21 2010

Autofahren, ein Spaß für Spekulanten?

Gestern nötigte mich auf dem Weg zur Arbeit mal wieder die Tankanzeige meines Autos eine Verkaufsstelle für Mineralölerzeugnisse aka Tankstelle aufzusuchen. Den Preis pro Liter Super fand ich mit 1,389€ ganz akzeptabel, lag er doch in den Tagen zuvor eher bei 1,45€. Doch als ich dann den Kassenraum betrat, war der Tankwart gerade dabei den Preis auf 1,429€, also um satte 4 Cent, zu erhöhen. An diese starken Preissprünge werde ich mich vermutlich nie gewöhnen, schließlich habe ich in einer Zeit mit dem Autofahren begonnen, als die Preisänderungen in Schritten von einzelnen Pfennigen erfolgten.

Als ich dann auf dem Heimweg wieder an der Tankstelle vorbei kam, lag der Preis wieder bei 1,389€.

Diese Schwankungen an einem Tag, aber auch mal von einem Tag zum nächsten, nerven mich extrem. Mag ja sein, dass es Autofahrer gibt, die Spaß daran finden, jeden Tag zu spekulieren, ob es nun günstiger ist heute zu tanken oder es doch auf morgen zu verschieben. Aber die haben bestimmt auch T-Aktien auf der Bank und verfolgen täglich die Kursentwicklung.

Für mich ist diese Zockerei an der Zapfsäule oder Börse nichts. Ich spiele ja auch nicht Poker oder Roulette.


Dez 29 2009

Neues Projekt

Bisher waren hier im Blog Beiträge zu verschiedenen Themen zu finden. Allerdings empfand ich in letzter Zeit die Kategorien Fotografie und Politik als nicht gerade kompatibel. Als mir dann auch noch eine passende Domain einfiel, begann auch schon die Umsetzung des neuen Projektes eines eigenen Blogs nur für die Beiträge rund um die Fotografie.

Unter www.vothografie.de werde ich ab jetzt die Themen Fotografie und Bildbearbeitung abhandeln. Und auch verschiedene Bildserien vorstellen. Dabei wird es immer mal wieder auch hier zu Verweisen auf den Vothografie-Blog kommen.

Der Titel Vothografie entstand als ich die ersten Buchstaben meines Nach- und Vornamens mit meinem Hobby, der Fotografie, zusammenwürfelte. Praktischerweise spricht man das V in Vogt ja auch wie ein F aus. Ganz neu ist diese Idee ja nicht, die Domain meines Photoblogs “www.vothoblog.de” basiert auf dem gleichen Muster.

Als ersten eigenen Beitrag, neben verschiedenen Bildertests, habe ich heute einen Text zum Verbessern der Holga-Kamera geschrieben. Außerdem haben verschiedene Beiträge von hier ihren Weg in das neue Blog gefunden.