Apr 7 2011

Die Spammer werden auch immer dreister

aber nicht unbedingt schlauer.

Seitdem ich die Antispam-Biene von Sergej Müller hier installiert habe, kommen kaum noch Spam-Kommentare bei mir an. Und die paar, die daran vorbeikommen, scheitern dann an den Bordmitteln* und landen in der Moderationsschleife.

Letzte Woche kam folgender Kommentar an:

Da haben die Grünen erneut allen gezeigt, wie es geht! Und der fiese Bürger der Bundesrepublik ist nicht so leicht zu beeinflussen, wie es die Politiker in Berlin gerne haben wollten.

Da können Parteien wie die Christlich Demokratische Union noch so viele Banner bei xxx ausdrucken wie sie wollen, es bringt nichts.

Netter Versuch einen Link zu einem Druckservice unterzubringen. Wenn er denn bei einem Artikel zur Landtagswahl aufgeschlagen wäre. Aber den bei einem 6(!) Jahre alten Artikel zu WordPress 1.5 zu platzieren ist dann doch irgendwie weniger intelligent. Um den oder die Kommentator(in) zu zitieren, “es bringt nichts”

*Keywortliste und zwingende Moderation bei Erstkommentaren


Mrz 2 2011

Mal wieder ein Link zu einer Umfrage

Ich hatte ja schon mal früher auf ein Forschungsprojekt zur Kindersicherheit im Auto hingewiesen. War das damals auf rückwärtsgerichtete Kindersitze beschränkt, ist die Umfrage diesmal Teil eines europäischen Forschungsprojekts.

Wer also selbst Kinder im Auto mit nimmt und 5 bis 10 Minuten für die Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr übrig hat, sollte auf die Seite des CASPER-Projekts gehen und die Fragen beantworten.


Feb 28 2011

Da bin ich ja doch in der richtigen Partei

Auch wenn ich nicht immer mit den öffentlichen Äußerungen von Repräsentanten meiner Partei übereinstimme, so fühle ich mich im Allgemeinen in der SPD gut aufgehoben. Dabei stimme ich bei der Bundes-SPD öfter mit der Parteilinie überein, wie dies bei der baden-württembergischen SPD der Fall ist. Entsprechend gespannt war ich deshalb auf das Ergebnis des wahl-o-maten der Bundeszentrale für politische Bildung zur Landtagswahl 2011 am 27. März.

Auch wenn ich parteitechnisch seit einiger Zeit ein Bayer bin, darf ich noch in Baden-Württemberg wählen. Deshalb wollte ich mal nachprüfen, ob meine Wahrnehmung der Landespolitik aus der Entfernung der Wirklichkeit etspricht.

Bei vergangenen Wahlen lag ja nicht immer die SPD bei der Empfehlung des Wahl-o-maten vorne, weshalb mich dieses deutliche Ergebnis sehr freut.
Wahl-o-mat-Ergebnis BW 2011
Weil keine der Fragen, die wahlentscheidende Frage für mich war, habe ich auf die Möglichkeit der Gewichtung verzichtet. Somit liegt die SPD mit 65 von möglichen 76 Punkten deutlich vor den einem breiten Mittelfeld mit Piraten (59), Linken (58) und Grünen (57), bevor mit deutlichem Abstand FDP (40) und CDU (37) folgen. Wobei mich die 40 Punkte für die Möwenpick-Partei FDP dann doch etwas überrascht haben.

Jetzt müssen nur noch die Briefwahlunterlagen kommen, damit ich diese Wahlempfehlung auch in eine Stimme für den örtlichen SPD-Kandidaten umsetzen kann.


Feb 20 2011

Gedanken zur Quote

Das Thema “Frauenquote in Führungspositionen” ist zwar durch die überraschende Erkenntnis von Frau Merkel, dass sie nach dem Grundgesetz Richtlinienkompetenz hat, für einige Zeit bei Schwarz-Gelb durch. Die gesellschaftliche Debatte läuft aber ungerührt weiter. Die Zeit scheint also reif zu sein sich mit dem Thema, wie mehr Frauen in Führungspositionen gelangen können, zu beschäftigen. Und das ist auch ganz gut so.

Über Anke Gröner bin ich bei der Kaltmamsell gelandet, die das Thema Frauenquote in Unternehmen aus weiblicher Sicht betrachtet. Sie legt einige Aspekte dar, die ich aus dieser Richtung noch gar nicht bedacht hatte. Ich fürchte allerdings, dass das “the american way of management” in der deutschen Wirtschaft zu tief verankert ist um durch die skandinavische Art abgelöst zu werden.

Über Twitter wurde ich auf Martina Pickhardt aufmerksam, die ebenfalls eine interessante Sichtweise mit der Erfahrung als ehemalige Führungskraft in der IT-Branche liefert .

Aus den verlinkten Beiträgen ziehe ich für mich den Schluss, dass Frauen fähig sind Führungsaufgaben zu übernehmen. Allerdings werden sie dies nur in Ausnahmefällen auch beweisen können, solange die Wirtschaft und der öffentliche Dienst(!) nicht gezwungen werden, mehr Frauen zu befördern.

Trotzdem bin ich gegen eine festgeschriebene Prozentzahl an Führungsposten für Frauen. Wenn bei der Beförderung das Geschlecht über die Befähigung für die neue Aufgabe gestellt wird, und das wird zum Erfüllen einer Quote notwendig sein, wird die Richtigkeit des Peter-Prinzips bald an jeder Ecke zu besichtigen sein. Ganz einfach, weil es Bereich in der Wirtschaft gibt, ich denke da aus eigener Erfahrung primär an die technischen Berufe, in denen Frauen in Relation zur Bevölkerung unterrepräsentiert sind. Da wird dann fast jede Frau ungeachtet ihrer Eignung und ihrer Intention befördert werden, nur um die Quote zu erfüllen.

Bei der Gelegenheit frage ich mich, ob es es auch in den Bereichen, in denen kaum Männer arbeiten, auch eine Quote geben wird? Und was passiert eigentlich, wenn ein Mann, dem wegen der Quote eine Beförderung verweigert wurde, er also wegen seines Geschlechts benachteiligt (diskriminiert) wurde, klagt und sich auf das Anti-Diskriminierungsgesetz beruft? Was hat dann Vorrang? Irgendwie erscheint mir die Idee mit der Quote unausgereift und praxisfremd.

Natürlich fällt auch mir die Diskrepanz zwischen den hohen Zahlen an hochqualifizierten Absolventinnen der Hochschulen und geringem Anteil von Frauen in den Führungsriegen der Unternehmen auf. Aber lässt sich das alles nur mit mangelndem Willen Frauen zu befördern erklären? Kann es nicht auch teilweise daran liegen, dass je weiter man sich in der Hierarchie nach oben bewegt, man sich immer weiter vom festen Boden des angelernten Faktenwissens, das in der Ausbildung vermittelt wird, entfernt und nun immer mehr andere Fähigkeiten gefragt sind? Und Frauen sich hier mehr als Männer unsicher fühlen und sich deshalb beim Aufstieg auf der Karriereleiter zurückhalten?

Viele offene Fragen. Das Ziel mehr qualifizierte Frauen in Führungspositionen zu bekommen, ist erstrebenswert. Und es wird nur durch Zwang auf die Unternehmer zu erreichen sein. Eine Frauenquote von 30 oder 40% ist aber eine zu einfache Antwort auf ein komplexes Problem und wird wegen der vielen kleinen Ungereimtheiten, die zwangsläufig auftreten, an der mangelnden Akzeptanz scheitern.


Dez 13 2010

Du merkst es wird Weihnachten,

  • wenn im Radio dauernd “Last Christmas” von Wham! läuft,
  • wenn der Briefkasten von Werbung für Schmuck, Parfüm und Spielzeug überquillt,
  • wenn im Fernsehen “Der kleine Lord” und “Drei Nüsse für Aschenbrödel” auf dem Programm steht,
  • oder

  • wenn in der Firma die Weihnachtskarten der Geschäftspartner eintreffen.

Der ultimative Beweis allerdings, dass es auf das Jahresende zu geht, lag heute im Briefkasten: Der jährliche Bettelbrief Rückblick auf das vergangene Jahr der SPD-Schatzmeisterin mit beigefügtem Überweisungsträger.