Okt 17 2010

Service ?

Ich möchte nicht unbedingt das ausgelutschte Schlagwort der Service-Wüste Deutschland in den Mund nehmen, aber in gewissen Bereichen kann ich mir des Eindrucks nicht erwehren, dass deutsche Dienstleistungsbetriebe hinter ihren ausländischen Kollegen zurückliegen.

Mein Beruf in der Produktentwicklung bringt es mit sich, dass ich gelegentlich auch mal auf mehrtägigen Dienstreisen unterwegs bin. Und dabei gehört das Notebook selbstverständlich zum Reisegepäck. Damit kann ich dann abends im Hotel entspannt die Mails des Tages abrufen und beantworten. Sofern das Hotel einen Internetzugang im Zimmer bietet.

Gerade dabei unterscheiden sich die deutschen Hotels, in denen ich in diesem Jahr untergebracht war, deutlich von ihren ausländischen Konkurrenten. Während in Tschechien, Finnland oder gar in der VR China der Internetzugang selbstverständlich beim Übernachtungspreis enthalten ist, langen die deutschen Hoteliers und ihre beauftragten Dienstleister dafür oft recht kräftig hin. Da die Kosten ja meistens über die Reisekosten-Abrechnung als Spesen von den Firmen übernommen werden, hielten es die Hoteliers wohl bisher kaum für notwendig hier den Gästen wirklichen Service zu bieten. Bei so wenig Kundenorientierung wundert es mich nicht, dass die deutschen Hoteliers Subventionen in Form der Mehrwertssteuersenkung auf Übernachtungen nötig haben.

Positiv sind mir in Deutschland nur die Häuser von Motel-One aufgefallen, die in der Lobby ein kostenfreies WLAN anbieten. Auf dem Zimmer ist es in manchen Häusern in Kombination mit dem Frühstück auch ohne Aufschlag enthalten. In allen anderen Hotels kommt dann eben der UMTS-Stick zum Einsatz, der bei uns in der Firma zur Notebook-Reiseausstattung gehört.


Sep 5 2010

EU und Internet, eine tolle Kombination

Je nach besuchtem Stammtisch und aktueller Nachrichtenlage ist ja entweder “Brüssel” als Synonym für die Europäische Union oder “das Internet” an allem Schuld was gerade vermeintlich nicht rund läuft in der Gesellschaft. Da wird z.B. auf die EU geschimpft, weil eine EU-Verordnung und ihre Umsetzung in ein deutsches Gesetz zu erhöhtem Bürokratieaufwand im Handwerk führen soll.

Die Annehmlichkeiten, die man als Tourist hat, wenn man ins europäische Ausland reist und dank Schengen-Abkommen ohne Paßkontrolle einfach so die Grenzen überschreiten kann, bringen dagegen die wenigsten mit der EU in Verbindung. Deshalb möchte ich heute etwas berichten, das so ohne EU und Internet wohl nur mit hohem Aufwand an Zeit und Formularen möglich gewesen wäre.

Begonnen hat es damit, dass ich bei einem Fotofreund ein T-Shirt gesehen hatte, das ich auch haben wollte. weiterlesen


Jul 14 2010

Nicht nur Schwarz-Weiß

Letztes Jahr hatte ich ja schon einmal über die vermeintlichen Vorteile des Fachhandels vor Ort gegenüber dem (Internet-)Versandhandel geschrieben. Diese Frage wird ja in Internetforen gerne auf nur zwei Standpunkte verkürzt.

Standpunkt 1: Wer nicht im Internet kauft ist doof wirft Geld zum Fenster raus, weil man viel Geld sparen kann.
Standpunkt 2: Wer im Internet kauft ist am Niedergang des Einzelhandels und der Verödung der Innenstädte schuld.

Nun bin ich es aus meiner Heimatregion (in Ulm und um Ulm und um Ulm herum) gerade bei Fotofachgeschäften und Elektronikfachmärkten gewohnt, mehrere gut sortierte Geschäfte mit konkurrenzfähigen Preisen im näheren Umkreis (max. 15km von der Haustür entfernt) vorzufinden. Da kann man sich vor einem Kauf bequem zu Hause im Internet über das Pro und Kontra verschiedener Modelle (und das Preisniveau) informieren und anschließend im Einzelhandel direkt vergleichen. Und wenn der Preis stimmte, habe ich meistens auch gleich gekauft. Schließlich will ich ja nicht unnötig lange auf die Benutzung des neuen Techikspielzeugs warten.

Seitdem ich in Oberfranken wohne entwickle ich eine differenziertere Sichtweise auf das Thema Internet-Versandhandel. weiterlesen


Jul 7 2010

Nachtrag zum Dofollow

Nachdem ich am Sonntag etwas zum Für- und Wider (mehr zum Wider) des Nofollow-Attributs gebloggt hatte, möchte ich noch etwas dazu ergänzen.

Bei der Internet-Recherche zu diesem doch schon älteren Diskussion, schließlich gibt es dieses Attribut schon seit 5 Jahren, bin ich auf eine elegante Lösung gestoßen. Anstelle eines Plugins schlägt Thomas Scholz den Einbau einer PHP-Funktion in die functions.php des Themes vor.

Das habe ich natürlich sofort ausprobiert, spart das doch den Aufruf zusätzlicher Dateien ein. Seit 2 Tagen läuft es in beiden Blogs problemlos und erfüllt seinen Zweck. Kleiner Tipp: Vor dem Anpassen der funktions.php unbedingt das Dofollow-Plugin deaktivieren.


Jul 6 2010

CD oder Download?

Katie Melua - The houseWie ich hier schon das eine oder andere Mal erwähnt habe, kaufe ich die Musik, die mir gefällt auch. Dabei bevorzuge ich eindeutig den Kauf einer CD. Auch wenn ich diese für den späteren Gebrauch im MP3-Player erst digitalisieren muss, ist es doch angenehm zum Musik Hören nur den CD-Player einzuschalten statt langwierig den Computer hochzufahren.

Ein weiterer Grund die CD zu bevorzugen ist das mitgelieferte Booklet mit den Texten. Darin lese ich ganz gerne während ich das Album zum ersten Mal anhöre. Das ist mir auch etwas wert.

Court Yard HoundsLagen zu Beginn der Musikverkäufe über das Internet die Preise für CD und Download gleichauf, geben die Musikanbieter heute einen Anteil der gesparten Produktions-, Druck-, Lager- und Transportkosten an den Kunden weiter. Bei Amazon liegt dieser Unterschied in der Regel bei etwa 3 Euro. Das war mir den Aufpreis bei der neuen CD von Katie Melua auch wert. 12,95€ statt 9,94€ für den Download ist auch in der Relation für mich noch in Ordnung.

Anders sah es da beim Album der Court Yard Hounds aus.Da lagen zwischen der CD für 17,99€ und dem MP3-Album für 9,43€ doch satte 8,56€. Das war mir dann doch etwas zu viel. Deshalb steht das Album der Schwestern Martie Maguire und Emily Robinson auch nur virtuell im Regal. Auch wenn es manchmal schön wäre die Lyrics der Songs nachlesen zu können.