Rosenstolz – das grosse Leben

Manchmal bildet man sich eine Meinung, die dann auf einmal total umgeworfen wird. So ging es mir neulich mit Rosenstolz.

Nachdem die Berliner sich mit der 2002 erschienenen CD “Macht Liebe” auf den Weg zur Charttauglichkeit und Richtung Mainstream begeben hatte, waren sie da imho 2004 mit “Herz” dort angekommen. Verstärkt wurde dieser, für mich eher negative, Eindruck durch die Verwendung von Kopierschutzmechanismen auf den Tonträgern.

Deshalb habe ich mich auch nicht wie früher sofort im März beim Erscheinen der neuen Rosenstolz-CD “Das grosse Leben” in die Plattenläden begeben um mir ein Exemplar anzuschaffen.

Als ich dann neulich im Supermarkt in der Schlange vor der Kasse neben dem CD-Regal zu stehen kam, habe ich neugierigerweise die Verpackung näher angeschaut. Als ich keinen Hinweis auf einen Kopierschutz entdecken konnte, kam es zu einem Spontankauf, schliesslich möchte ich meine gekauften CDs auch auf dem MP3-Player hören können.

Und den habe ich nicht bereut. Die Qualität der Texte hat wieder das Niveau der frühen Platten erreicht, die Zahl der elektronischen Soundeffekte ist auf ein erträgliches Mass gesunken und die Arragements hören sich wieder nach handgemachter Musik an.

Ich kann mich auch täuschen, aber die Stimme von Anna hat sich für mich im Vergleich zu den letzten beiden Alben auch wieder gesteigert. Alles in allem ein guter Kauf. Wer auf gutgemachte, deutschsprachige Popmusik steht, sollte auf jeden Fall mal reinhören.

Meine Favoriten sind die eher ruhigen Titel wie “Auch im Regen” oder “Anders als geplant”. Das Fazit zu der Platte stammt aus dem Titel “Ich geh’ in Flammen auf”:

Manchmal sind die Dinge gar nicht so
Wie man sich’s vorgestellt hat

Sondern besser


Ein Kommentar zu “Rosenstolz – das grosse Leben”

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