Schreib’ mal wieder ….

Es gibt ja die verschiedensten Möglichkeiten für Unternehmen Geld zu verdienen. Die einen stellen zum Beispiel Büroklammern her und verkaufen diese. Weil sie diese vor dem Verkaufen erst produzieren müssen nennt man sie deshalb ja auch Produzenten.

Andere Unternehmen haben sich darauf spezialisiert den Büroklammerherstellern dabei zu helfen die Büroklammern und dazugehörige Rechnungen zu den Händlern zu bringen. Somit spart der Produzent Zeit und Geld weil er keine eigenen Kuriere durchs Land schicken muss.

Zur Unterscheidung bezeichnet man diese helfenden Unternehmen Dienstleister. Weil sie für ihre Kunden einen Dienst leisten. Nicht ganz im Sinne der Frau Merkel, die ja gesagt hat sie möchte Deutschland dienen. Damit sie als Bundeskanzlerin mehr verdient, aber das ist eine andere Geschichte.

Hier möchte ich von einem Erlebnis mit einem Dienstleistungsunternehmen berichten, das nicht nur die Briefe mit den Rechnungen der Büroklammerproduzenten transportiert sondern auch die Briefe von jedem Anderen, der dafür bezahlt.

Das funktioniert an sich ganz einfach. Wenn der Brief geschrieben ist kommt er in den Umschlag. Und zum Zeichen, dass die Briefbeförderungsgebühr, das Porto, bezahlt ist, wird ein bunt bedrucktes Stück Papier aufgeklebt, die sogenannte Briefmarke.

Früher musste man die immer auf der Rückseite befeuchten, damit die auf dem Brief auch kleben bleibt. Neuerdings gibt es die auch selbstklebend, also so ähnlich wie die Preisetiketten im Supermarkt. Und weil die so praktisch sind, verwenden wir die in unserem Sportverein auch in der Geschäftsstelle.

Als ich neulich in meiner Funktion als Schriftführer die Einladungen zur Jahreshauptversammlung frankieren wollte, sind mitten im Arbeitsfluss plötzlich die Briefmarken ausgegangen. Es war natürlich nach Feierabend, so dass ich am nächsten Morgen, einem Samstag, loszog Nachschub zu besorgen.

Erste Anlaufstation (wörtlich zu nehmen, ich war zu Fuss unterwegs) war der örtliche Backwarenladen, der auch eine Postagentur betreibt. Als ich dort meinen Wunsch nach selbstklebenden Briefmarken äusserte, wurde mir mit Bedauern mitgeteilt, dass sie nicht gross genug seien um mit diesen praktischen Postwertzeichen beliefert zu werden. Ich wurde an die Agentur im anderen Teilort verwiesen, diese würde mir das Gewünschte verkaufen können. Alternativ könne sie mir aber auch “normale” Briefmarken anbieten. Beim Gedanken an das Ablecken von 50 Briefmarken zum Zwecke des Frankierens habe ich dann dankend dieses Angebot abgelehnt.

Im anderen Teilort angekommen (jetzt mit Auto mobil), musste ich feststellen, dass die Postagentur nicht nur die Aufgaben der ehemaligen Postfiliale übernommen hat, sondern auch die Öffnungszeiten. Folgerichtig hatte sie also schon geschlossen. Zweiter Versuch gescheitert.

In der Hoffnung, dort fündig zu werden, lenkte ich mein Fahrzeug in die benachbarte Stadt. Und siehe da, ich fand einen Parkplatz vor der Postfiliale, hatte nur zwei Kunden vor mir in der Schlange, traf auf einen sehr freundlichen Postbeamtenangestellten, der mir auch die gewünschten selbstklebenden Briefmarken auf der Rolle vorkaufen konnte. Dritter Versuch erfolgreich.

Fazit: Freundliche und bemühte Mitarbeiter können eine bescheidene Organisation nicht ausgleichen. Ich schreibe in Zukunft lieber mehr E-Mails, das klappt im Normalfall auf Anhieb und geht schneller.


Ein Kommentar zu “Schreib’ mal wieder ….”

  • Wolfgang schrieb:

    Wessen Organisation ist denn gemeint? Die mit den gelben Autos oder die Organisation des Briefe schreibens und auch genügend Briefmarken im Haus zu haben? :-) )

Hinterlasse einen Kommentar

Links erhalten kein Nofollow-Attribut.