Mai 5 2010

Sonntagsredner

die Sonntags etwas anderes fordern als sie unter der Woche tun und äußern finden sich immer wieder in der Politik. Das ist normalerweise eine Spezialität der Unionspolitiker, besonders die südwürttembergischen Landtagsabgeordneten habe ich da in schlechter Erinnerung, aber auch Abgeordnete und Senatoren meiner Partei sind dafür durchaus begabt.

In den berühmt-berüchtigten Sonntagsreden wird ja immer gerne Engagement und Zivilcourage als besonders wichtige Eigenschaft des Bürgers gelobt und hervorgehoben. Wenn allerdings, wie am Wochenende in Berlin, ein bekannter Politiker mit gutem Beispiel voran geht (oder sitzt), ist es auch wieder nicht recht. Wie ich auf Welt-online gelesen habe, kritisieren Genossen die gewaltfreie Sitzblockade von Wolfgang Thierse gegen Neo-Nazis am 1. Mai.

Nach seiner Sitzblockade gegen eine NPD-Demonstration erntet Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) viel Unverständnis auch in der eigenen Partei. Berlins Innensenator Ehrhart Körting sagte, Thierse habe sich nicht rechtmäßig verhalten.

Und auch die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses Anja Hertel und Tom Schreiber hängen sich an diese Kritik mit ran.

Sich so mit einer publikumswirksamen, aber dennoch notwendigen Aktion auseinander zu setzen ist auch eine Möglichkeit seinen Namen wieder in der Presse zu finden. Ich hätte mir eher gewünscht, die Namen Körting, Hertel und Schreiber wären da gelandet, weil sie neben oder hinter Wolfgang Thierse sitzend den Aufmarsch der Nazis behindert hätten.

Es mag ja sein, dass es Regelungen gibt, die das Blockieren eines Demonstrationszuges nicht erlauben. Gewaltfrei gegen das braune Gedankengut Flagge zu zeigen ist für mich höher zu bewerten als kleinkarierte Paragrafenreiterei.

Es gibt in der SPD schon ein paar Menschen, bei denen empfinde ich es als Ehre mit ihnen in der gleichen Partei zu sein. Wolfgang Thierse ist einer davon.


Jun 13 2009

Langsam kenne ich die Strecke

nach Berlin fast schon auswendig, so oft bin ich da dieses Jahr schon hingefahren.

Heute, d.h. nach dem Aufstehen, geht es schon wieder auf der A9 gen Nordosten. Nach geschäftlich und fotografisch bedingten Aufenthalten in der Hauptstadt, ist der Besuch diesmal politisch motiviert.

Am Nachmittag geht es zunächst ins Willy-Brandt-Haus zum Unterstützer-Treffen für den Internet-Wahlkampf. Da trifft es sich für mich ganz gut, dass dort gerade die Ausstellung “World Press Photo 09″ eröffnet hat. Kann man sich ja anschauen, wenn man schon vor Ort ist.

Am Sonntag werde ich dann vom SPD-Bundesparteitag live bloggen und dabei auch Bilder machen. Die Ergebnisse kann man dann auf parteitag.websozis.de verfolgen.

Die eine oder andere Aufnahme davon wird sicher auch ihren Weg hier ins Blog finden.


Apr 6 2009

A Photographer’s Life

Wie ich hier bereits geschrieben hatte, war ich Ende Februar in Berlin. Nach dem Besuch der Museumsinsel wollte ich mir unbedingt auch noch die Leibovitz-Ausstellung im Postfuhramt an der Oranienburger Straße anschauen, die am Wochenende vor meinem Besuch eröffnet hatte.

EintrittskarteAnni Leibovitz ist bekannt geworden durch ihre Bilder, die sie für das Rolling-Stone Magazine aufgenommen hat. Mehr Informationen zu ihr finden sich in der Wikipedia, da muss ich hier nicht alles in eigenen Worten neu schreiben.

Als ich den Ort der Ausstellung betrat, war ich überrascht, wie viele Berliner an einem normalen Donnerstag am Nachmittag Zeit haben eine Ausstellung zu besuchen. Der Andrang war aber noch so, dass ich alle Bilder mit ausreichenden Abstand und genug Zeit betrachten konnte. weiterlesen


Mrz 7 2009

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

oder Berlin ist immer eine Reise wert. So wie es aussieht, entwickelt sich die Hauptstadt unseres Landes zu einer meiner Lieblingsstädte.

Der Anlass meines Besuches an der Spree hat etwas mit Internet und Politik zu tun. Ich werde am PolitCamp09 teilnehmen.

Was das ist, ist auf der zugehörigen PolitCamp09Homepage besser beschrieben, als ich das je hin bekäme, deshalb versuche ich es auch gar nicht.

Auf jeden Fall bin ich gespannt und freue mich darauf.

politcamp09.de


Feb 27 2009

Das Schöne an Berlin

ist die gute Verkehrsanbindung. Man kommt schnell hin, ist aber auch schnell wieder weg ;)

Bevor mich jetzt jemand falsch versteht, ich mag die Stadt und finde sie macht einen guten Job als Hauptstadt unseres Landes. Ich komme auch immer wieder gerne als Besucher an die Spree, aber wohnen möchte ich da nicht.

Anlass dieses Beitrags ist, wie sollte es anders sein, ein berufsbedingter Aufenthalt, den ich etwas ausdehnen durfte. Also habe ich den Donnerstag genutzt, mir auf der Museumsinsel das Bode-Museum genauer anzuschauen. Dabei fand ich besonders die Architektur und die Präsentation der Ausstellung sehr gelungen. Sehr gut fand ich auch, dass man ohne Blitz und Stativ fotografieren durfte. Ich musste nur die Fototasche an der Garderobe lassen.

Leider war nach dem Verlassen des Museums das Wetter genauso mies wie vor dem Betreten. Deshalb habe ich spontan noch das Pergamonmuseum aufgesucht. Weil ich es schon im April besucht hatte, störte mich die Tatsache, dass die Vorderasiatische Sammlung wegen Bauarbeiten geschlossen ist, nicht weiter. Die Highlights Pergamon-Altar, Markttor von Milet (war letztes Mal gereade eingerüstet), Ishtar-Tor und Prozessionsstraße vom Babylon waren frei zugänglich und lohnten den Besuch allein.

Die Sonderausstellung “Die Rückkehr der Götter – Berlins verborgener Olymp” wäre den Eintrittspreis auch alleine wert gewesen. Hier ein Beispiel: