Die Speichen surren,
die Sonne erzeugt in den drehenden Felgen Lichtreflexe, die Landschaft saust vorbei und man hat irgendwie das Gefühl die ganze Strecke bergab zu radeln. Das sind die Tage, an denen man weiß, warum das Rennrad eines der geilsten Trainingsgeräte für den Freizeitsportler überhaupt ist.
Und dann gibt es solche Tage, wie vorgestern. Schon nach der Aufwärmphase der ersten 10 Kilometer hatte ich das Gefühl trotz niedriger Werte auf der Pulsuhr mich richtig anstrengen zu müssen um vorwärts zu kommen. Da passte es auch noch ins Bild, dass mich eine Baustelle zu einem Umweg zwang, der die Trainingsstrecke ungeplant verlängerte. Der Wind kam obendrein noch zu den ungünstigsten Momenten immer wieder von vorne. So dass ich neben dem inneren Schweinehund auch noch die äußeren Umstände gegen mich hatte.
Wenn man dann nach drei Stunden mit schmerzenden Oberschenkeln vom Rad steigt, fragt man sich schon, warum man das alles auf sich nimmt. Die Antwort ist in meinem Fall schnell gefunden. Zum Einen will ich solche Tage wie ganz oben beschrieben erleben und zum Anderen möchte ich mich nach der Radstrecke am 12. Juli in Roth besser fühlen, weil ich mein gestecktes Ziel als Teil der Staffel erreicht habe.