Apr 29 2009

“Crossen” mit PaintShop Pro

Es ist ja nicht so, dass erst seit der Erfindung von Photoshop und ähnlichen Programmen Bilder nach der Aufnahme verändert wurden. Zum Beispiel wurden Filme cross-entwickelt, um die Farbwiedergabe zu verändern. Dabei werden Diafilme wie Negativfilme und Farbnegativfilme wie Diafilme entwickelt. Die Stärke des Effekts ist dabei von der verwendeten Filmsorte und der Belichtung abhängig.

Wie fast alle analogen Filmeffekte wird auch diese Wirkung ganz gerne am PC nachempfunden. Beim Googeln findet man immer wieder Hinweise auf die Anleitung auf tutorials20.com. Wie viele Bildbearbeitungs-Anleitungen ist auch diese auf Englisch und bezieht sich auf Adobe-Photoshop. Ich habe nun versucht anhand eines eingescannten Dias den Vorgang mit PaintShop Pro X2 nachzuvollziehen. Dabei beschränke ich mich hier nur auf den Teil, einen in Farbnegativfilm-Chemie entwickelten Diafilm nachzuahmen.

Zunächst das Ergebnis:
gecrosste Orangenverkäuferin
weiterlesen


Mrz 29 2009

Alles billiger

Kaum eine Diskussion hält sich in den Fotoforen (z.B. in der fc) so hartnäckig, wie die Diskussion was nun “besser” sei, die moderne Digitalfotografie oder die traditionelle silberbasierte Fotografie auf Film. Das sind dann die berüchtigten digital-vs.-analog-”Freds”.

Bei den Diskussionen über die Vor- und Nachteile der beiden Arten der Bildaufzeichnung braucht man nicht lange warten, bis ein Vertreter der elektronischen Fotografie das Kostenargument anführt. Schliesslich koste eine Digitalaufnahme “kein Geld”. Auch die Anhänger der traditionellen Art der Fotografie argumentieren gerne mit den günstigen Preisen der Kameragehäuse für Film. Sehr ausführlich kann man diesen Standpunkt auf “Warum analog?” nachlesen.

Schaut man sich beide Argumentationen genauer an, stellt man sehr schnell fest, dass hier Äpfel und Bananen verglichen werden. Beides Obst bzw. Kosten aber doch sehr unterschiedlich. Während die einen die niedrigen Einstiegskosten ins Feld führen, sehen die anderen die geringen Verbrauchskosten im Vorteil. Das heißt, es kommt wie so oft auf den Einzelfall an.

Und weil ich neugierig bin, habe ich das mal für mich ausgerechnet.
weiterlesen


Feb 12 2009

Sie fotografieren noch analog?

Als ich neulich durch den Sucher meiner Nikon F3 in Ulm das Stadthaus anvisierte, sah ich im Augenwinkel wie neben mir ein Tourist seine mit ausgestreckten Armen Richtung Münster gehaltene Digitalkamera senkte und mich etwas verwundert anschaute. Nachdem ich das Bild im Kasten hatte, kam er herüber geschlendert und stellte mir die Frage aus der Überschrift.

Meine Antwort, “Was heisst hier noch? Wieder und immer mehr” hat ihn dann doch überrascht.

Die Frage nach den Vorzügen der analogen Bildaufzeichnung über Film gegenüber der modernen, digitalen Form kann, in den richtigen Foren gestellt, zu ausufernden Diskussionen führen. Das hat dann hin und wieder etwas von einem Glaubenskrieg. Die dabei am häufigsten aufgeführten Argumente Pro-Silikonchip sind die Kosten und die Geschwindigkeit. Auch die Anhänger der silberbasierten Fotografie führen die Kosten als Vorteil ins Feld. Auch der subjektiv bessere Bildeindruck speziell bei Schwarz-weiß-Aufnahmen wird recht häufig genannt.

Recht selten wird der Beweggrund aufgeführt, der mich zur Filmrolle greifen lässt:

Es macht einfach Spaß. Und spannend ist es auch, da man ja nicht unmittelbar nach der Aufnahme kontrollieren kann, ob alles so gelungen ist, wie man es sich beim Druck auf den Auslöser vorgestellt hat.

Auf Aphog.de gibt es eine recht ausführliche Zusammenstellung Stärken und Charakteristika der klassischen Silberhalogenid-Fotografie aus der Sicht der analogen Fraktion. Da finden sich auch noch weitere Aspekte, auf die ich hier nicht weiter eingehen will.