Gut, dass es nicht gegen Englandien geht
Die Spiele der Fußball-WM in Südafrika waren bisher überwiegend nicht unbedingt mitreisend. Auch die deutsche, also unsere, Nationalmannschaft hat nicht nur berauschende Fußballspiele abgeliefert. Wobei hier natürlich die Erwartungen und Ansprüche durch den überzeugenden Auftaktsieg gegen Australien gestiegen sind.
Nun geht es also am Samstag im Achtelfinale gegen das sogenannte Mutterland des Fußballs, England. Ein durchaus respektabler und ernstzunehmender Gegner. Den “wir” dennoch schlagen werden. Da bin ich aus verschiedenen Gründe zuversichtlich.
Sicher kennen auch die englischen Spieler den Spruch von Gary Lineker:
„Football is a simple game: 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win.“ („Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“)
Und werden diesen hoffentlich beherzigen
. Spätestens in einem möglichen Elfmeterschießen werden sie sich an die Halbfinals der WM 1990 und der EM 1996 erinnern und entsprechend gehemmtvorbelastet am Elfmeterpunkt stehen.
Dazu kommt, dass die deutsche Nationalmannschaften in den KO-Runden der Weltmeisterschaften bisher nur an Mannschaften gescheitert sind, die aus Ländern kommen, die auf “ien” enden. Zweimal verlor man gegen Italien (1982 im Finale, 2006 im Halbfinale). Je einmal waren Argentinien (Finale 1986), Bulgarien (Viertelfinale 1994), Kroatien (Viertelfinale 1998) und Brasilien (Finale 2002) am Ende besser.
Diese Serie werden “Jogis Jungs” sicher nicht leichtfertig am Sonntag reißen lassen. An mangelnder Motivation und fehlendem Einsatz wird es sicher nicht liegen. Gehören doch Länderspiele gegen England (ohne “ien” am Ende) zur gleichen Kategorie wie Spiele gegen die Niederlande oder Schalke gegen Dortmund. Da besteht höchstens die Gefahr, dass die Spieler beider Seiten übermotiviert zu Werke gehen.
Ich freue mich auf ein spannendes und hoffentlich faires Achtelfinale am Sonntag. Mit einem Sieger Deutschland. Schließlich möchte ich nächste Woche nicht von meinen englischen Kollegen gehänselt werden.