Thomas Kastura: die letzte Lüge
Normalerweise lese ich keine Krimis.
Den ersten Roman von Thomas Kastura habe ich mir auf eine Empfehlung im WebSozi-Forum angeschafft. Nach der Lektüre muss ich sagen, die SPD-Webmaster haben nicht nur Ahnung von HTML und Politik, die wissen auch, was ein gutes Buch ist.

Zur Geschichte: Der Fotograf Viktor erhält einen Anruf seiner minderjährigen Tochter Phil. Sie benötigt seine Hilfe. Als Viktor bei seiner Tochter eintrifft findet er sie neben einer Leiche vor. Er beseitigt die Leiche des Drogendealers Musti und versucht das Haschischpaket in Italien zu Geld zu machen. Als dann der Nachwuchsganove Toni, Phils Freund und Lydia, eine verflossene Liebe Viktors auftauchen beginnt die Geschichte langsam verworren zu werden. Richtig kompliziert wird es, als auch noch Erdem, Mustis Bruder, und die Globalisierungskritiker von attac mitmischen.
Wie sich alles weiterentwickelt ist sehr unterhaltsam beschrieben. Wer schliesslich am Ende überlebt, das Hasch bekommt oder seine Rachegelüste ausleben kann, wird hier natürlich nicht veraten.
Endlich mal ein Kriminalroman, der deutlich und erfrischend von den “Wer war es”-Geschichten abweicht.
Ein Besuch auf der Homepage des Autors (www.thomaskastura.de) und im Buchladen lohnt sich.
Erschienen bei Goldmann (7,90 €)
Das zweite Buch, “Der rote Punkt” habe ich auch schon angefangen zu lesen.