Mrz
12
2009
Auch wenn ich in der Vergangenheit so meine Probleme mit dem einen oder anderen Äußerung des Vorsitzenden meiner Partei hatte, so muss ich ihm bei seiner Aussage gegenüber dem Spiegel zustimmen.
Dieses Jahr feiern wir 20 Jahre Mauerfall, da wird es langsam wirklich Zeit, bei den Linken, zumindestens dem pragmatischen Teil, genauer hinzuschauen, ob man vor Ort und in den Ländern mit ihnen im Sinne einer sozialen und demokratischen Politik für die Menschen zusammen arbeiten kann.
Was Franz Müntefering dabei nicht sagt, ist natürlich, dass ein grundsätzliches Ausschliessen der Zusammenarbeit der SPD nicht nützen wird. Die einzigen Profiiteure einer solchen Politik sitzen im schwarz-gelben Lager. Und von da kann man in den anstehenden Wahlkämpfen sicher die x-te Wiederauflage von Pastor Hintzes Rote-Socken-Kampagne erwarten. War noch nie besonders originell und wird es durch ständig Wiederkäuen auch nicht.
Innerparteilich bewegt sich Franz Müntefering mit diesern Aussagen auf dünnerem Eis. Das kann ihm sicher sein Amtsvorgänger bestätigen. Schliesslich führte die Freigabe der Gesprächsaufnahme mit den Linken für Andrea Ypsilanti letztendlich zum Rücktritt von Kurt Beck.
keine Kommentare | tags: Franz Müntefering, Linke, SPD | abgelegt unter gefunden, Politik |
Okt
26
2007
Heute beginnt in Hamburg der Bundesparteitag meiner Partei, der SPD. Neben tagespolitischen Themen soll da ja auch das neue Grundsatzprogramm beschlossen werden.
Und damit auch alle Interessierten im Internet gut informiert sind, wird live gebloggt. An vorderster Front natürlich wieder die WebSozis mit ihrem Parteitagblog. Und zum ersten Mal bloggt auch die Bundespartei unter blog-spd.de mit.
Ich denke mal, dass die Pionierarbeit von Christian Tauer und mir auf dem Karlsruher Parteitag 2005 sicher nicht kontraproduktiv für diese Entscheidung war.
keine Kommentare | tags: Bloggen, Politik, SPD, WebSozis | abgelegt unter gefunden, Politik |
Apr
17
2005
So nebenher habe ich in der letzten Woche die Homepage meines Kreisverbandes auf Vordermann gebracht.
Unter www.spd-alb-donau.de ist jetzt der SPD Kreisverband Alb-Donau im Internet zu erreichen.
Technisch kommt das sehr flexible CMS Trawler zum Einsatz. Damit lassen sich auch mehrere Benutzer mit sehr gut abstufbaren Rechten einrichten.
keine Kommentare | tags: CMS, SPD, Trawler | abgelegt unter Politik, Tools, xHTML und Co. |
Nov
30
2004
Der Satz soll auf keinen Fall ironisch klingen. Ich habe ihn geübt, zu Hause vor dem Spiegel, mit verschiedenen Betonungen, mal auf »möchte«, mal auf »SPD«. Man soll mir glauben, dass ich es ernst meine. »Ich möchte in die SPD eintreten!« Als ich vor dem Pförtner stehe, verschlucke ich aus Versehen das »in«, sage: »Ich möchte die SPD eintreten.« Er sagt: »Warten Sie, ich hole jemanden, der Ihnen hilft.« Dann greift er zum Hörer. Er wirkte nicht überrascht.
So beginnt die Mitgliedschaft von Nicol Ljubic in der SPD. Ein Berliner Journalist, Anfang 30, tritt in die älteste demokratische Partei Deutschlands ein.
Was er dabei erlebt und über sich und die Partei lernt, schildert er auf über 200 Buchseiten sehr amüsant.
Für Nicht-Genossen entsteht manchmal den Eindruck er würde übertreiben. Dem ist aber nicht so. Bei meinen eigenen Parteieintritt vor 5 Jahren ging es mir damals in vielen Dingen ähnlich. So funktioniert nun mal das Parteileben. Eigentlich zeigt das nur wie weit sich die politische Wirklichkeit an der Basis von der von den (und für die) Medien inszenierten Politik unterscheidet.
Die Nervosität vor der ersten Parteiveranstaltung, das Erstaunen, dass Politpromis auch nur normale Menschen sind, die auch mal einen schlechten Tag haben können, all das ist sehr authentisch beschrieben.
Es gibt natürlich auch Unterschiede zu meinem Erleben der Partei. Wenn Ljubic schreibt, dass bei Wahlen mehr Mitglieder anwesend sind als sonst üblich, so kann ich das für die oberschwäbische “Diaspora” so nicht bestätigen. Manchmal habe ich den Eindruck es ist bei uns genau umgekehrt. Man bleibt zu Hause, weil man befürchtet sonst mit einem Parteiamt von der Versammlung zurück zu kommen. Auch trifft man hier nicht andauernd auf Minister und Staatssekretäre.
Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich in irgend einer Form für das Funktionieren von Politik interessiert. Ebenso ist das Buch auch für jeden geeignet, der beim Lesen nur gut unterhalten werden will.
Einen guten Eindruck vermittelt die Leseprobe in der Zeit.
1 Kommentar | tags: Politik, Roman, SPD | abgelegt unter gelesen, Politik |