Wahlkampf in echt oder eine Woche im Leben eines Ortsvereinsvorsitzenden
So viel Spass es auch macht im Online-Wahlkampf in den Blogs die eigene Meinung zum politischen und sonstigen Geschehen loszulassen, ist der klassische Wahlkampf ist eben doch eine Freiluftveranstaltung.
Und wenn man wie ich das “schönste Amt neben dem Pfarrer” hat, ist man eben besonders gefordert. Mal ein kleiner Einblick in die Offline-Tätigkeiten eines Ortsvereinsvorsitzenden im Wahlkampf. So durfte ich am vergangen Sonntag morgens um 8(!) mit unserer Bundestagsabgeordneten vor der Bäckerei Frühstückstüten an die Semmelkäufer verteilen. Die Päckchen mit Milch, Marmelade, Tee und Kandidatenflyer wurden gerne genommen. Die Stimmung war trotz Regenwetter positiv.
Am Montag durfte ich dann Plakate für uns und noch zwei andere Ortsvereine im Wahlkampfbüro abholen und habe auch sofort begonnen den Gerhard Schröder zu den Kandidatinnenfotos dazuzuhängen.
Dienstag hatte ich dann eine Mitgliederversammlung des Ortsvereines mit dem Zweck, die Wahlkampfaktivitäten im Ortsverein zu koordinieren.
Am Mittwoch wollte ich dann zu Gerhard Schröder nach Esslingen. Durch das hochwasserbedingte Verkehrschaos habe ich davon Abstand genommen und habe mir stattdessen mit Hilde Mattheis und der stv. Bürgermeisterin Annemarie Saier (auch SPD) die Auswirkungen der Illerflut im Ort angeschaut.
Am Donnerstag dann ein richtig angenehmer Termin. Als stellvertretender Kreisvorsitzender war ich selbstverständlich dabei als unsere Landesvorsitzende Ute Vogt in Blaubeuren zwei ehrenamtliche Projekte besucht hat. Unterschiedlicher hätten die Gruppen kaum sein können. Zunächst berichteten die Frauen und der (Quoten-)Mann der Hospitzgruppe von ihren Erfahrungen in der Sterbebegleitung und den Wünschen an die Politik die bürokratischen Anforderungen für die Fördermittel etwas abzuschwächen.
Beim zweiten Termin im Schüler-Café ging es auch darum, ob nicht die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen für den Betrieb einer solchen Einrichtung ein Modell für die Zukunft ist. Aus den Erfahrungen in Blaubeuren lässt sich dieser Schluss ziehen.

Am Freitag zog es mich dann an den Bodensee. Ich habe mir, quasi als “Jubel-Sozi”, den Auftritt von Gerhard Schröder in Friedrichshafen mal näher angeschaut. Und weil ich mich über die “rote Wahlmannschaft” angemeldet hatte, kam ich auch in den Innenraum und war sehr nah dran als Gerhard Schröder eintraf. Bei der Händeschütteltour durch die Menge gehörte eine der geschüttelten Hände zu mir.

Auch die kommende Woche sieht im Terminkalender nicht viel anders aus.