WordPress als CMS

Mit WordPress müsste sich auch eine komplette private Homepage verwalten lassen. Zusätzlich zum Blog fehlen dazu nur noch ein paar statische Seiten. Zum Beispiel eine kurze Beschreibung der Person, die hinter dem Blog steht, eine Beschreibung der Hobbies und, schliesslich blogge ich in Deutschland, das Impressum.

Wie man solche “About Me”-Seiten in WordPress einbindet, wird auf verschiedenen Seiten im Internet beschrieben. Es geht hier nicht darum auf bestehende HTML-Dateien zu verweisen, das funktioniert sehr gut mit dem Linkmanager. Die Seiten sollen später auch mit WordPress verändert werden und zum Layout passen. Dadurch ist der Aufwand am Anfang zwar etwas grösser, die Pflege, d.h. das Aktuellhalten der Informationen ist später aber leichter.

Ich habe mich an die Vorgehensweise von Chris Davis gehalten und diese etwas variiert.

Eine Seite wie die “Über mich”-Seite zu erstellen, benötigt etwas Vorarbeit. Zur Trennung der Blogseiten von den “statischen” Seiten nutzen wir das Kategoriesystem von WordPress.
Als erstes braucht es eine oder mehrere Kategorien, die für die statischen Seiten vorgesehen werden. Für jedes auf Quelltext-Ebene abweichende Layout sollte eine Kategorie vorgesehen werden. Für jede Kategorie gibt es dann eine eigene php-Datei. Wenn also z.B. das Impressum deutlich anders als die Seite über die Hobbies aussehen soll, empfiehlt es sich eine Kategorie “Impressum” und eine Kategorie “Hobbies” anzulegen. Die ID (Nummer) dieser Kategorie(n) brauchen wir noch.

Hier komme ich mit einer Kategorie aus. Diese “about me”-Kategorie hat die ID 2. Damit die Beiträge aus dieser Kategorie nicht im Blog erscheinen, muss die index.php angepasst werden. An den Anfang der Datei fügen wir folgende Zeile genau vor dem require('./wp-blog-header.php'); ein:

$cat="1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16";

Es fällt auf, dass die ID meiner “About me”-Kategorie fehlt. Mit nur einer Kategorie, kann die Zeile auch so aussehen:

$cat="-2";

WordPress akzeptiert nur einen negative Wert in dieser Anweisung. Für mehrere Kategorien, die nicht angezeigt werden sollen, müssen wir die Kategorien angeben, die angezeigt werden dürfen. Um eventuelle Erweiterungen zu erleichtern, bin ich bei der ersten Möglichkeit geblieben.

Die einfachste Möglichkeit die Seiten für unsere Spezialkategorien zu erstellen, ist es die index.php zu nehmen und als z.B. about.php abzuspeichern. Der Dateianfang dieser neuen Datei sieht dann entsprechend so aus:

<?php
/* Don't remove this line. */
$cat="2";
require('./wp-blog-header.php');
?>
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">

Dann löschen wir alles, was nicht angezeigt werden soll oder nicht benötigt wird. Es ist z.B. für mich nicht sinnvoll die Kommentarfunktion im Impressum aktiv zu haben.

In der Liste der Kategorien in der Menüleiste tauchen die neuen Kategorien auf, sobald wir den ersten Text schreiben. Dazu ändern wir noch eine Kleinigkeit in den Dateien.

Das für die Auflistung der Kategorien zuständige Template

<?php wp_list_cats(); ?>

ändern wir zu

<?php wp_list_cats('exclude=2'); ?>

um die Auflistung “unserer” Kategorie zu unterdrücken.

Nun können wir unsere Selbstdarstellungsseite schreiben. Wenn wir diese nur unserer Spezial-Kategorie zuordnen, kann sie im Moment leider keiner lesen. Dazu müssen wir noch etwas Hand anlegen.

Zunächst legen wir über den Linkmanager eine neue Link-Kategorie an. Als Bezeichnung bietet sich “Menü” an.
Dann fügen wir für unseren gerade erstellten Beitrag einen neuen Link mit einer aussagefähigen Bezeichnung in dieser Kategorie an. Die Linkadresse kann man am einfachsten im Editieren-Menü ermitteln. Mit dem Firefox genügt ein Rechts-Klick auf die Titelzeile und über “Copy Link-Location” bzw. “Linkadresse kopieren” ist die Adresse in der Zwischenablage.
Nach dem Einfügen der URL ersetzen wir noch das index.php durch ein about.php. Und schon ist der Beitrag zugänglich.
Eine andere Möglichkeit ist es sich die ID des Beitrags zu merken. Meine “Über mich”-Seite hat zum Beispiel die ID 6. Die URL für unseren Link ist also die about.php?p=6, der Name kann frei gewählt werden, z.B. “Privates”.

So lassen sich auch mehrere Menüpunkte erstellen. Ein Link zurück auf die Startseite des Blogs hat z.B. ganz einfach die URL index.php


Ein Kommentar zu “WordPress als CMS”

  • Oli aka ilnowa schrieb:

    Ich habe gerade mal diese Form der Einbindung von statischen Seiten probiert. Ich selber bin einen anderen Weg gegangen in dem ich die index.php in drei Teile zerschnitt und neue Inhalte nun in meine middle.php einfüge und diese dann umbenenne (impressum.php, about.php usw.).
    Mein Problem allerdings bleibt bestehen. Ich suche eine Lösung die es mir ermöglicht diesen Content direkt aus WordPress in diese Seiten zu quetschen. Ich denke mir bleibt nichts anderes übrig als auf die v 1.5 zu warten.
    VG aus Unna

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